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SSL BL II-Bridge

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SSL BL II-Bridge

Blacklight II Dante/AES67 Bridge

Für die bidirektionale Bündelung von 256 Dante/AES67 Signalen in 96kHz Qualität bei Festinstallationen.

Anschluss von z.B. bis zu acht SB32.24 Stageboxen an eine Bridge.

Mehrere Blacklight II Dante Bridges in einem Netzwerk möglich.

Die Blacklight II Dante Bridge ist für Festinstallationen konzipiert und bietet die gleichen Lösungen wie die X-Light Bridge, jedoch mit anderen Steckverbindungen. Bis zu acht SSL Dante/AES67 Stageboxen können über die Blacklight Dante Bridge mithilfe von zwei Netzwerk Switches in 96 kHz Qualität gebündelt werden. Dabei bleiben die Steuerdaten (Gain/+48 V) selbstverständlich erhalten.

Da mehrere Bridges in einem Netzwerk möglich sind die Mischpulte der Live Serie MADI Stageboxen auch parallel steuern können, bleiben bei der Konfiguration Ihres Netzwerks vermutlich keine Wünsche offen. Außerdem gibt Ihnen SSL mit wichtigen Details wie Split Optionen oder Gain Sharing praktische Lösungen für die verteilte I/O an die Hand.

Das Routing und der Workflow sind bei der Verwendung der Bridges identisch wie beim direkten Anschluss der Stageboxen an das Pult. Das bezieht sich auch auf virtuelle Tie Lines für Routings im Dante Controller oder doppelte Signalroutings für FOH/Monitor Anwendungen.

- Bidirektionale Bündelung von 256 Dante Signalen über LWL Kabel im proprietären Blacklight Format (96 kHz).
- Zwei redundante Blacklight Ports (Multimode LC Duplex)
- Primary & Secondary Dante Ports (Neutrik EtherCON)
- Anschluss von bis zu acht SSL Dante Stageboxen (Netzwerk Switches erforderlich)
- Redundante PSU Versorgung, Leistungsaufnahme 100 Watt
- 19“ / 1 HE / Einbautiefe 340 mm
- Gewicht 4,5 kg

Geeignete Produkte

FAQs

Wer ist Solid State Logic?
Kann ich Patching-Daten oder die Kanalbeschriftungen der SSL Live Mischpulte ex- oder importieren?
Was genau sind SuperAnalogue™ Mikrofonvorverstärker?
Was ist Blacklight™?
Was ist X-Light™?
Schnelle Hilfe bei Anwenderfragen?

Wer ist Solid State Logic?

Die Ursprünge von SSL gehen ins Jahr 1969 zurück, als ein junger Brite namens Colin Sanders Multiplex Steuerungen für Kirchenorgeln baute, die den Einsatz von riesigen Kabelmengen obsolet machten. Weil er Halbleiter (Solid State) und „Logic Gates“ verwendete, nannte er das ganze „Solid State Logic“

Wenige Jahre später baute sich Colin Sanders für sein persönliches Aufnahmestudio ein imposantes Mischpult. Dieses Mischpult bestellten viele Musiker und befreundete Toningenieure bei ihm in den Jahren darauf, weil es hervorragend klang und für die damalige Zeit innovative Detaillösungen bot (z.B. einen Kompressor in den Kanalzügen). Im Jahr 1978 wurde Solid State Logic dann offiziell als Firma gegründet, stellte mit der SL4000B das erste Inline-Pult vor und erreichte in den kommenden Jahrzehnten legendären Status in der Studiotechnik.

Im Jahr 2005 kaufte der Musiker & Produzent Peter Gabriel eine SSL Konsole für sein Real World Studio - und kurz darauf auch gleich die ganze Firma. Weil Peter Gabriel die SSL Pulte auch gerne bei Live Konzerten verwendet hätte, die Studio Konsolen jedoch nicht für solche Einsätze konzipiert waren, startete man mit den ersten Ideen und der Entwicklung digitaler Live Mischpulte.

2013 wurde dann das erste Live Mischpult (L500, der Vorgänger des L550) vorgestellt. Bis heute wurde die Live Range kontinuierlich ausgebaut und umfasst inzwischen vier Mischpultmodelle plus Remote-Einheit, komfortable Steuersoftware sowie zahlreiche I/O Komponenten für flexible Netzwerklösungen.


Kann ich Patching-Daten oder die Kanalbeschriftungen der SSL Live Mischpulte ex- oder importieren?

Ja, beides ist in einer Liste möglich. Beim Datenexport enthält die erstellte Excel-Liste mehrere Spalten, in denen Nummer und Name des Kanals sowie die Quellen samt physikalischer Buchsen aufgeführt sind.
Eine solche Liste kann bei kurzen Umbauzeiten im Festivalbetrieb sehr nützlich sein. Anhand dieser Setup Referenz kann ein Kollege beispielsweise die Verkabelung der Stagebox an der Bühne übernehmen, während Sie sich anderen Aufgaben am Mischpult widmen.

... zum Beispiel der Kanalbeschriftung! Denn diese kann aus einem Excel oder einer .csv Datei importiert werden. Auf diese Weise sparen Sie in hektischen Situationen Zeit, Nerven und minimieren obendrein noch potentielle Fehlerquellen.


Was genau sind SuperAnalogue™ Mikrofonvorverstärker?

Die Idee der SuperAnalogue™ Preamps entstand ursprünglich Mitte der 90er Jahre. Colin Sanders war nicht nur der Gründer von SSL, sondern auch ein sehr erfahrener und angesehener Tontechniker. Er wusste, wie er in einem Aufnahmestudio durch gezielte Mikrofonauswahl und –platzierung sowie verschiedene akustische Maßnahmen das optimale Klangbild erreicht.
Allerdings mussten die Tonsignale auf dem Weg zum Aufnahmemedium durch eine Vielzahl elektronischer Bauteile geroutet werden - nämlich durch das große Studiomischpult.
Bei genauer Analyse des ursprünglichen Signals und des Aufnahmesignals stellte Colin Sanders – einfach ausgedrückt - tonale Veränderungen fest. Diese minimalen Veränderungen mochten für ein einzelnes Signal noch tolerierbar sein, in der Summe von 48 Einzelspuren waren die Unterschiede jedoch aus Colins Sicht zu relevant, um ignoriert zu werden.

Nach umfangreicher Forschung und Entwicklung präsentierte SSL einige Zeit später eine außergewöhnliche Schaltung, die sich um drei zentrale Punkte dreht:
Keine Trafos im Vorverstärker.
Keine Kondensatoren im Vorverstärker.
Verwendung von DC Servo-Technologie

Dieses Vorverstärker-Design beeindruckt durch einige herausragende technische Resultate:
Einen komplett linearen Frequenzgang zwischen 20Hz und 20kHz (mit -3dB Punkten bei 6Hz und 200kHz!)
Einen linearen Phasenfrequenzgang zwischen 100Hz und 10kHz mit minimalem Roll-Off am unteren Ende
Eine enorme Signalbandbreite bei extrem niedrigen Verzerrungen

Der daraus resultierende Nutzen lässt sich für Sie als Anwender folgendermaßen zusammenfassen: Die SuperAnalogue Preamps bieten
a) ... ein „schnelles“ Schaltungsdesign, das die für einen authentischen Sound wichtigen ersten Millisekunden des Signals detailgetreu abbildet. Das ist essentiell bei z.B. Gitarre, Piano, Drums.
b) ... ein nahezu originalgetreues Gesamtklangbild
c) ... eine optimale Stereoabbildung der Signale
d) ... einen im besten Sinne „fetten“ und in den Tieffrequenzen sauberen Sound

Besonders der letzte Punkt ist ein Resultat des sehr stabilen Phasenfrequenzgangs. Und es ist einer der Gründe, warum nicht zuletzt angesagte Hip-Hop Produktionen auf SSL gemischt wurden.
Die SuperAnalogue™ Preamps haben den legendären Ruf der SSL Mischpulte so nachhaltig geprägt, dass dieses Design auch heute noch verwendet wird – unter anderem in den Live Mischpulten von Solid State Logic.


Was ist Blacklight™?

Herkömmliche Audio-Verbindungen zwischen MADI Geräten sind auf eine Bandbreite von maximal 64x64 Audiosignalen begrenzt. Je nach Hersteller werden MADI Stageboxen meist über Netzwerkkabel (Cat 5/6/7) oder – wie bei SSL – über BNC Kabel angeschlossen. Ein Merkmal von diesen MADI Streams besteht darin, dass sie nicht nur Audiosignale beinhalten sondern auch Steuerdaten für z.B. Gain und +48V. Und sie können lediglich in einer Punkt-zu-Punkt Topologie verkabelt werden. D. h. von jeder Stagebox muss eine eigene Kabelverbindung zur MADI Buchse am Pult gezogen werden. Das ist für Standardanwendungen meist unproblematisch, wird bei größeren Shows mit verteilter I/O jedoch komplizierter, aufwändiger und ggf. teurer.

SSL hat für genau diese Anwendungen das Blacklight™ Protokoll entwickelt. Mit Blacklight™ können 256x256 MADI Signale incl. Steuerdaten in 96kHz Qualität mit sehr geringer Latenz über ein Glasfaserkabel übertragen werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

- Mit Blacklight gibt es nur noch eine einzige Kabelverbindung von der Bühne zum Pult statt viele über lange Strecken einzeln verkabelte Stageboxen

- Mit Blacklight werden für die langen Strecken robustere Steckverbindungen und Kabel verwendet

- Die mögliche Kabellänge steigt rapide durch die Verwendung von Lichtwellenleiter (bei Blacklight™ 2-adriges Neutrik OpticalCON)

- Die Begrenzung auf 64 bidirektionale 48 kHz Signale ist bei Blacklight aufgehoben. Stattdessen werden 8x32 Signale in 96kHz Qualität übertragen - macht insgesamt 256 Signale

Alle Pulte von SSL besitzen werksseitig oder optional eine Blacklight™ Schnittstelle. So können mit dem Blacklight™ II MADI Concentrator die Signale von bis zu acht MADI Stageboxen redundant für ein oder zwei SSL Live Mischpulte zusammengefasst werden. Dabei bieten die meisten Stageboxen sogar einen Gain-kompensierten MADI Split als zusätzlichen Übergabepunkt für weitere Adressaten.


Was ist X-Light™?

Dante Netzwerke sind in der Praxis mitunter eine komplexe Angelegenheit. Besonders dann, wenn die Anzahl der Komponenten und die Anzahl der „Teilnehmer“ steigt.

Mit der X-Light Bridge hat sich SSL nicht nur zum Ziel gesetzt, die Vorteile von Dante Netzwerken uneingeschränkt am Mischpultplatz nutzen zu können. Dante I/O Systeme können mit X-Light auch größer skaliert werden, ohne Kompromisse bei der Konfigurationshoheit und der Netzwerksicherheit einzugehen.

Das X-Light Format transportiert acht bidirektionale 32er Streams plus einen Stream für Steuerdaten. Diese Audio- und Steuerdaten kann die X-Light™ Bridge zu Dante Signalen konvertieren und umgekehrt. So können mit einer X-Light Bridge und den erforderlichen Netzwerk Switches 256x256 Dante Signale incl. Steuerdaten in 96kHz Qualität mit sehr geringer Latenz zwischen mehreren I/O Devices und Mischpultplätzen übertragen werden. Die Konfigurationshoheit liegt hier beim Mischpultplatz. Die Verbindung von den Pulten zur X-Light Bridge wird durch Neutrik OpticalCON Quad Kabel realisiert, von der Bridge zu den einzelnen Stageboxen funktionieren Standard-Netzwerkkabel.

Bis zu acht SSL Dante Stageboxen können über eine X-Light Bridge für mehrere Mischpulte gebündelt werden. Die X-Light Schnittstelle ist auf Wunsch für jedes Pult werksseitig konfigurierbar.

Die Dante I/O Konzepte von SSL bieten noch ein Novum: Fast alle SSL Dante Stageboxen besitzen zwei (!) Dante Brooklyn Module. Dadurch kann das Hauptpult einen Gain-kompensierten Signal-Split in ein komplett separates Dante Netzwerk schicken. Das ist sehr hilfreich, wenn eine der involvierten Parteien zwar Zugriff auf die Signale aber keinen Zugriff auf das „eigene“ Dante Netzwerk bekommen soll. Klassische Beispiele für solche Szenarien sind Splits für den Ü-Wagen oder für eine separate Recording-Location.


Schnelle Hilfe bei Anwenderfragen?

SSL bietet eine vorbildliche „Live-Help“, die sowohl online livehelp.solidstatelogic.com/ als auch im Mischpult unter „HELP“ zur Verfügung steht. Das Manual ist praxisnah in fünf Kapitel gegliedert:

Introduction (Quick Start Guide & Systemaufbau)

Building a Show (Erklärungen der einzelnen Funktionen und Sektionen der Pulte)

Mixing (Details zu Query, Solo/Talkback, Effect Racks, Automation)

Settings & Extras (Optionen, Remote-Software usw.)

About (Informationen zur Pultsoftware)