Auto Velocity

Attack- und Release Regler: Die Ansprechzeit ist die Zeit, die ein Kompressor benötigt, um auf einen Anstieg des Programmpegels über die Einsatzschwelle hinaus zu reagieren. Die Rücklaufzeit ist die Zeit, in der der Kompressor den Pegel nach der grössten Auslenkung über die Einsatzschwelle hinaus auf den ursprünglichen Wert zurückregelt.

Die Rücklaufzeit des 160S/SL ist von 4000 dB/s (sehr schnell) bis 10 dB/s (langsam) einstellbar. Bei sehr schneller Ansprechzeit (Attack-Regler am linken Anschlag) arbeitet der Komressor trotz RMS-Pegelmessung als Peak-Limiter. Bei langsameren Ansprechzeiten spricht der Kompressor/Limiter auf den RMS- bzw. Mittelwertpegel an.

Wenn die Kompression unhörbar bleiben soll, empfiehlt es sich mit programmabhängigen Ansprech- und Rücklaufzeiten zu arbeiten, also auf Automatikbetrieb schalten. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn man unterschiedliches Musikmaterial zu bearbeiten hat.

Wird dennoch manuell gearbeitet, greift jetzt die Auto-Velocity Schaltung, die die Ansprech- und Rücklaufzeiten frequenzabhängig berechnet. Höhere Frequenzen (niedriger Energieinhalt) werden mit den eingestellten Zeiten bearbeitet während tiefere Frequenzen entsprechend ihrem Energieinhalt automatisch eine etwas langsamere Ansprechzeit erfahren. Die Auto-Velocity Schaltung bearbeitet im manuellen Mode also teilweise programmabhängig, je nach Frequenz.

Für Kompressions-Anwendungen eignen sich längere Ansprech- und Rücklaufzeiten, um die Dynamik des Ausgangspegels auf einen bestimmten Bereich einzuschränken. Bei Limiter-Anwendungen benötigt man wesentlich kürzere Ansprech- und Rücklaufzeiten, um schnelle Impulsspitzen auszuregeln oder die Übersteuerungsreserve zu vergrössern.
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