Testbericht AKG K 702
Von Tom Ammermann - Cut 12/2008
Auch sonst macht der K 702 einen ausgesprochen soliden Eindruck. Er kann auch gerne mal runterfallen oder in die Ecke gefeuert werden, wenn’s einmal nicht so läuft, wie’s sollte! Die Ohrpolster liegen wunderbar flauschig auf, und es entsteht kein beengendes Gefühl. Ob das mit der proklamierten 3D-Form gemeint ist?
Doch langsam bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich den Kopfhörer nicht sowieso bezahlen und einzubehalten wünsche?
Nett außerdem: ein souverän arretierter Mini-XLR-Stecker, der das Kabel fest aber jederzeit ersetzbar mit dem Kopfhörer verbindet. Auch hat das Kabel einen verschraubbaren 6,35 mm Klinkenstecker, der eine 3,5 mm Miniklinke unter sich birgt. Tolle Sache, so muss ein Gerät für den professionellen Einsatz konzipiert sein.
Widmen wir uns nun dem anderen wichtigen Bereich: Wie klingt der K 702 denn so?.
Dreißig Minuten später: Die neue Referenz, dynamischer AKG-Kopfhörer? Nun, Kopfhörer kenne ich schon einige, doch AKG-Experte bin ich nun wieder nicht, daher darf ich ja auch testen, sonst wäre es kein fairer Test und – stimmt: wirklich echt gut! Ich habe einfach meine beiden immer wieder verwendeten und nicht weiter benannten Kopfhörer als Referenz herangezogen. Damit ist schon mal ganz klar, das Prädikat Referenzklasse bekommt er von mir auf jeden Fall! Was empfand ich nun beim Hören: Ich meinte, einen sehr offenen, angenehmen Klang zu vernehmen. Damit meine ich nicht einfach ‚ordentlich Höhen reingeschraubt‘, sondern einen Klang, der den bei Kopfhörerreproduktion berüchtigten ‚Inhead-Effekt‘ eher vermeidet. Hier fand ich den K 702 besser als die beiden Vergleichsmodelle!
Also wie immer Hands on – wer gerade auf der Suche ist, könnte fündig werden, wer’s gerne mal anders hätte, ebenfalls. Darum nicht sinnieren, sondern ausprobieren, und 329,00 Euro UVP ohne MwSt sind noch erschwinglich und auch gerechtfertigt.
